Literatur:

Linden, M., Maier, W., Achberger, M., Herr, R., Helmchen, H. & Benkert, O. (1996). Psychische Erkrankungen und ihre Behandlung in Allgemeinpraxen in Deutschland. Ergebnisse aus einer Studie der Weltgesundheits-organisation. Nervenarzt, 67, 205-215.

Maier, W., Linden, M. & Sartorius, N. (1996). Psychische Erkrankungen in der Allgemeinpraxis. Ergebnisse und Schlussfolgerungen einer WHO-Studie. Deutsches Ärzteblatt, 93 (18), 1202-1206.

Weiffenbach, O., Gänsicke, M., Faust, G. & Maier, W. (1995). Psychische und psychosomatische Störungen in der Allgemeinpraxis. Ergebnisse und Konsequenzen einer WHO-Studie. Münchner Medizinische Wochenschrift, 34, 528-534.


Zahlen, Daten, Fakten


Psychosomatische Beschwerden führen sehr häufig dazu, dass ärztliche Hilfe gesucht wird.

In den Praxen für Allgemeinmedizin berichten mindestens 20-30% aller PatientInnen über psychosomatische Beschwerden.

Diese sind jedoch nicht immer objektivierbar, d.h. es kann nicht immer eine eindeutige Diagnose gestellt werden und oft lassen sich auch keine organischen Ursachen für die Beschwerden finden.

Das bedeutet natürlich nicht, dass diese Beschwerden nicht real sind, sondern dass sie umfassender behandelt werden müssen, als dies vielleicht ursprünglich angenommen wurde.

Dabei sind besonders auch mögliche psychische und soziale Einflüsse zu berücksichtigen.

Zwar erhalten rund 75% der PatientInnen mit solchen psychischen bzw. psychosomatischen Beschwerden von Ihren HausärztInnen eine entsprechende Beratung über die Ursachen und den Umgang mit diesen Erkrankungen.

Bisher erfolgt eine gezielte medikamentöse bzw. psychosomatisch-psychotherapeutische Behandlung jedoch lediglich bei einer Minderheit dieser Patientengruppe.