In der Rubrik Psychosomatik im Alltag finden Sie weitere Informationen zu den Zusammenhängen zwischen körperlichen, psychischen und sozialen Faktoren.

Definition


Körperliche, psychische (seelische) und soziale Faktoren wirken zusammen, wenn es um Gesundheit, aber auch wenn es um Krankheit geht.

Diese Faktoren sind aus heutiger Sicht auf das Engste miteinander verbunden.

In der Medizin spricht man in diesem Zusammenhang vom bio-psycho-sozialen Modell. Damit soll ausgedrückt werden, dass körperliche, psychische und soziale Prozesse immer miteinander in Beziehung stehen.

Psychosomatik kann als jener Bereich in der Medizin definiert werden, in dem diese Zusammenhänge und Wechselwirkungen im Vordergrund stehen und daher besondere Berücksichtigung finden. Das heißt, bei psychosomatischen Beschwerden würde es schlichtweg nicht ausreichen, nur die körperliche oder nur die psychische Situation zu beachten.

Gleichzeitig verstehen wir unter Gesundheit ein dynamisches Gleichgewicht, das auch eine Auseinandersetzung mit Belastungen und Anforderungen erfordert - und zwar auf körperlicher, psychischer und sozialer Ebene.

Ist daher alles Psychosomatik und der Begriff damit überhaupt überflüssig?
Manche meinen ja. Wir glauben allerdings, dass es innerhalb der Medizin noch einer großen gemeinsamen Anstrengung bedarf, Psychosomatik in der Begegnung mit dem einzelnen Menschen als selbstverständlich umzusetzen und der Begriff Psychosomatik daher noch keineswegs ausgedient hat.